Ratgeber - Scheidung

 

 Ausgehend von dem Grundsatz einer lebenslangen Ehedauer kann eine Ehe nur durch

 

  • Scheidung
  • Tod oder
  • Aufhebung/Annullierung

 

beendet werden.

 

Für die Scheidung oder die Aufhebung der Ehe ist ein gerichtlicher Beschluss erforderlich.  

 

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Das Gericht kann eine Ehe scheiden, wenn sie gescheitert ist. Dies ist dann der Fall, wenn die
eheliche Lebensgemeinschaft nicht mehr besteht und nicht erwartet werden kann, dass die
Ehepartner sie wiederherstellen.

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Es muss lediglich behauptet werden, dass die eheliche Lebensgemeinschaft zerrüttet ist. Beweise
dafür müssen grundsätzlich nicht erbracht werden. Es muss auch nicht vorgetragen werden, wer das
Scheitern der Ehe verursacht hat.

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Nach dem Gesetz ist die Ehe zu scheiden, wenn die Ehepartner länger als ein Jahr getrennt leben
und beide die Ehe als endgültig zerrüttet ansehen.

Zwei Voraussetzungen müssen also erfüllt sein: 

  • objektive Komponente   (mindestens ein Jahr Trennung)
  • subjektive Komponente (Aussichtslosigkeit der Fortführung der Ehe)

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Erzwingen kann man die Fortführung der Ehe nicht. Hält man sie selbst für aussichtslos, will jedoch
der andere Ehepartner aus irgendwelchen Gründen nicht geschieden werden, steht damit trotzdem
fest, dass die eheliche Lebensgemeinschaft nicht mehr zustande kommen wird. Die subjektive Kom-
ponente gilt damit als erfüllt. Es kommt dann entscheidend darauf an, das Trennungsjahr nachzuwei-
sen. Hierin manifestiert sich der Wille der ernsthaften und endgültigen Trennung.

Aus unterschiedlichen Gründen wird manchmal trotz jahrelanger Trennung das Scheidungsverfahren
nicht eingeleitet. Will ein Ehepartner dann die Scheidung, der andere jedoch z.B. aus finanziellen
Gründen nicht, gilt die Ehe als unwiderlegbar zerrüttet, wenn die Ehepartner drei Jahre lang getrennt
gelebt haben. Die Scheidung wird dann auf jeden Fall ausgesprochen.

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Gemäß § 1565 II BGB kann die Scheidung einer Ehe auch schon vor Ablauf des Trennungsjahres
ausgesprochen werden, wenn eine unzumutbare Härte gegeben ist. Diese unzumutbare Härte, die
in der Person des anderen Ehepartners begründet sein muss, wird z. B. angenommen bei Gewalttätig-
keiten und Misshandlungen des Ehepartners. Diesem ist dann das Abwarten des Trennungsjahres
nicht zumutbar, so dass das Gericht in begründeten und nachgewiesenen Fällen die Scheidung auch
vor Ablauf des Trennungsjahres durchführt. Dies ist an sehr strenge Voraussetzungen gebunden.

Allein der Umstand, dass für beide Ehepartner schon bei der Trennung definitiv feststeht, dass die Ehe
nicht fortgeführt wird und beide auch sofort geschieden werden möchten, reicht nicht aus. Das Gericht
nimmt das Scheidungsverfahren frühestens nach einer ca. 10 monatigen Trennungszeit an.

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Allein der Umstand, dass man sich nichts mehr zu sagen hat und sich auch körperlich nichts mehr
gibt, stellt keine Trennung dar.

Die Trennungszeit beginnt mit der Auflösung der ehelichen Lebensgemeinschaft, mit der Trennung
von Tisch und Bett. Dies ist auf jeden Fall gegeben, wenn ein Partner aus der Ehewohnung auszieht.

Die Trennungszeit kann jedoch auch schon früher einsetzen. Wenn innerhalb der Ehewohnung zwei
getrennte Haushalte geführt werden und jeder für sich selbst kocht, wäscht und einkauft, also keine
gegenseitigen Versorgungsleistungen mehr erbracht werden, zählt auch dies zur Trennungszeit. Dies
wird häufig in der Übergangszeit praktiziert. wenn die Trennung feststeht, der andere jedoch noch
keine geeignete Wohnung gefunden hat.  

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Eine Trennung und Scheidung muss nicht immer einen Rosenkrieg nach sich ziehen. Sind sich die
Ehepartner einig, können sie den bequemen Weg über die Scheidung-via-Internet wählen.

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Das Formular für den Scheidungsantrag kann in wenigen Minuten von Ihnen bequem zu Hause am
PC ausgefüllt und online an die Kanzlei Meinberg versandt werden. Per Post müssen Sie noch die
Heiratsurkunde, evtl. den Ehevertrag und eine Anwaltsvollmacht nachreichen.

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Bei der Scheidung online werden alle Formalitäten online abgewickelt. Sie können die Daten abends
oder am Wochenende - wann es Ihnen am besten passt - online eingeben. In dem Scheidungsformular
werden alle Daten abgefragt, die für die Vorbereitung des Scheidungsantrages notwendig sind. Damit
ist der Anwaltstermin überflüssig. Sie brauchen keine Termine abstimmen, haben kaum Zeitaufwand,
brauchen keinen Parkplatz suchen und werden über den Verlauf des Scheidungsverfahrens immer
aktuell online unterrichtet. Das spart Zeit, Geld und Nerven. Außerdem brauchen Sie nur einen Rechts-
anwalt, weil Sie sich mit Ihrem Ehepartner in allen wichtigen Fragen einig sind wie Unterhalt, Hausrat,
Zugewinn oder Sorgerecht für die Kinder.

Falls Fragen bestehen, können Sie sich jederzeit auch gerne telefonisch mit uns in Verbindung setzen.
Wir helfen Ihnen gerne.

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Ja, auch bei einer Scheidung online werden Sie und Ihr Ehepartner persönlich geladen. In der kurzen
Anhörung vor Gericht müssen Sie nochmals den Zeitpunkt der Trennung bestätigen und dass Sie die
Ehe für endgültig zerrüttet halten. Es wird dann der Versorgungsausgleich erörtert und die Scheidung
ausgesprochen.

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Für alle Paare, die nur noch einen juristischen Schlussstrich unter ihre Ehe ziehen wollen.

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Nein, die Scheidung online ist nicht billiger, weil Gerichtskosten und Anwaltshonorar gesetzlich geregelt
sind. Wir beantragen aber immer, den Verfahrenswert zu kürzen, um die Scheidung für Sie möglichst
günstig zu gestalten. Auch setzen wir uns dafür ein, dass dieser reduzierte Verfahrenswert vom Gericht anerkannt wird. Nur hierdurch kann die Scheidung online günstiger werden. Diese Kostenreduzierung
geben wir gerne an Sie weiter.